DAY 1
RHYTHMS
Fr. 24 April. 2026
- 21:00 Doors Open
- 22:00 JNNRHNDRXX (concert)
- 23:00 Kinari (concert)
- 00:00 Chivari (DJ set)
- 01:30 aiel (DJ set)
- 03:00 Hausvrau (DJ set)
Der Eröffnungsabend von TRANSTRONICA 2026 trägt den Titel „rhythms“ und widmet sich dem Puls als Ursprung kollektiver Erfahrung. Rhythmus ist hier nicht nur musikalische Struktur, sondern soziale Technologie: Er organisiert Körper, erzeugt Gemeinschaft und trägt Erinnerungen durch Zeit und Raum.
„rhythms“ versteht sich als eine archäologische und zugleich futuristische Annäherung an Beat und Bewegung. Der Abend versammelt künstlerische Positionen, die Rhythmus als etwas Verkörpertes begreifen – als etwas, das durch trans Körper hindurchgeht, sich transformiert und neue Formen annimmt. Dabei treffen unterschiedliche rhythmische Sprachen aufeinander: von Hip-Hop über deconstructed club bis hin zu hybriden, diasporischen Klangformen.
Das Publikum darf sich an zwei Abenden auf ein fesselndes Line-Up freuen: internationale und lokale Künstler*innen wie die „Dance Hall Queen of Switzerland“ Lateena Plummer und RUI HO, die moderne Clubsounds mit traditionellen chinesischen Klängen vereint, werden die Bühne erobern. TRANSTRONICA bringt Konzerte, ekstatische DJ-Sets und überraschende musikalische Highlights zusammen und verspricht, die Tanzflächen des KMH mit trans excellence zum Beben zu bringen!
Im Zentrum steht die Frage, wie Rhythmus als Widerstand fungieren kann. Welche Beats überleben Ausschluss, Migration und Gewalt? Welche neuen rhythmischen Systeme entstehen, wenn trans Künstler*innen sich ihre eigenen Räume schaffen? „rhythms“ antwortet darauf mit einer radikalen Vielfalt an klanglichen Strategien: fragmentierte Grooves, gebrochene Taktarten, insistierende Loops und eruptive Bassstrukturen.
Der Abend bewegt sich zwischen Konzert und Club, zwischen Bühne und Tanzfläche. Er beginnt mit performativen Live-Acts, die Sprache und Rhythmus miteinander verweben, und entwickelt sich zunehmend in einen Zustand kollektiver Ekstase. Dabei wird das Publikum nicht als passive Zuhörerschaft gedacht, sondern als Teil eines gemeinsamen Resonanzraums.
„rhythms“ ist somit ein Auftakt, der den Körper in den Mittelpunkt stellt – als Ort von Erinnerung, Lust und politischer Artikulation. Ein Abend, der nicht nur gehört, sondern gespürt wird.
Konzert 1
JNNRHNDRXX
JNNRHNDRXX präsentiert mit EXOUSIA ein neues Kapitel radikaler Klangforschung. Zwischen Noise, fragmentiertem Club und sakraler Intensität entfaltet das Album eine Ästhetik der Macht und Entgrenzung.
Ihre Live-Performance transformiert diese Klangwelt in eine körperliche Erfahrung: Beats zerfallen, Stimmen beschwören, Strukturen verschieben sich. EXOUSIA ist kein Konzert im klassischen Sinne, sondern ein Zustand – intensiv, destabilisant und zutiefst hypnotisch.
© JNNRHNDRXX
©JNNRHNDRXX
©JNNRHNDRXX
Konzert 2
Kinari
Kinari, eine in Delhi ansässige trans Rapperin, gilt als eine der markantesten Stimmen des indischen Queer-Hip-Hop. Ihre Musik verbindet Desi Hip-Hop mit Gaana-Rhythmen, Ballroom-Referenzen und mujra-inspirierten Klangfragmenten, wodurch ein eigenständiger, hybrid-diasporischer Sound entsteht.
Mit bissigem Humor, politischer Schärfe und einer unverwechselbaren Bühnenpräsenz erschafft sie eine Ästhetik, die gleichzeitig konfrontativ, lustvoll und zutiefst transformativ ist.
©Kinari
©Kinari
©Kinari
©Kinari
DJ-Set 1
Chivari
Der aus Thessaloniki stammende transmaskuline DJ Chivari arbeitet an den Rändern von deconstructed club.
Seine Sets zerlegen clubbige Strukturen in fragile, rhythmische Fragmente und bauen sie neu zusammen – roh, präzise und körperlich fordernd.
©Chivari
DJ-Set 2
AIEL
Nach ihrem prägenden Auftritt bei TRANSTRONICA „ICONS“ kehrt AIEL mit einem DJ-Set zurück, das ihre visuelle und klangliche Praxis verdichtet: atmosphärisch, narrativ und tief in trans ästhetischen Welten verankert.
©AIEL
DJ-Set 3
Hausvrau
Hausvrau verbindet Performance, Club und Ritual. Ihre Sets bewegen sich zwischen treibender Energie und emotionaler Intensität – ein Sound, der Gemeinschaft erzeugt und gleichzeitig individuelle Ekstase freisetzt.
©Hausvrau